Geschichte

 

Die Legoren-Fasnacht in Oberägeri hat eine lange Tradition und gilt als die älteste Fasnacht im Kanton Zug. Früher wurden neben der offiziellen Fasnacht am Güdel-Zyschtig vorab viele verschiedene Bälle im Dorf durchgeführt, an denen sich jung und alt trafen. Mit der Kommerzialisierung der Bälle trauten sich die ältern Jahrgänge immer weniger an diese Bälle und so gab es immer weniger. Ich hatte daher schon lange eine Idee, für die ältern Semester wieder einmal ein richtigen Ball zu organisieren, nur fehlte mir das Umfeld und die Unterstützung dazu.

Zuerst war ich im OK des Kostümball der Legoren tätig, wo aber immer mehr das junge Publikum angesprochen wurde. Da konnte ich zusammen mit meinen Team-Kollegen/innen Häsi Rogenmoser, Luzia Iten, Godo Iten und Dionys Rogenmoser meine ersten Dekor-Ideen verwirklichen.

Auf die Fasnacht 2003 wurde ich von Erich Müller angefragt, ob ich die Fasnachts-Bar in der Maienmatt von der „Müller Produktion“ übernehmen wolle. Da ich bei dieser schon mehrere Jahre mitarbeitete und auch als Wirtin Erfahrung hatte, war der Schritt relativ schnell getan. Mit der Unterstützung von den Kostümball-Kollegen packte ich die Aufgabe an. Dabei ging es um die Bar dekorieren für den SchmuDo, Güdel-Mändig und Güdel-Zyschtig.

Mir kam die alte Idee von dem Ball für die „Älteren“ wieder in den Sinn. Der Zeitpunkt war schnell gefunden. Da am Fasnachts-Samstag in Oberägeri nichts los ist und in die gleiche Zeit fällt, war die Idee des Gruftiball geboren. Die Bedingung für den Einlass wurde schnell gefunden, man muss mindestens 30 Jahre auf dem Buckel haben. Damit der Eintritt kontrolliert werden kann, muss sich jeder ausweisen und die Kosten richten sich nach dem Jahrgang (Jg. 55 = Fr. 5.50), also je älter desto günstiger. Ich wollte eigentlich nur die Bar im Foyer dafür benutzen, damit kein Mehraufwand entsteht. Aber als der Gruftiball im Dorf bekannt wurde und alle davon begeistert waren, wurden wir unsicher ob das Foyer reichen würde. So entschlossen wir, das Team und ich, den kleinen Saal dazu zu nehmen. Die Musik ab Konserve und als kleiner Show-Effekt wurde die Huusmusig Ägerirötel verpflichtet, die sich dann sogar noch Verstärkung von Ur-Fägerer holten. So startete der erste Gruftiball unter dem Motto „Typisch Schwizerisch“ am 1. März 2003 pünktlich um 20 Uhr. Das Foyer und der kleine Saal füllte sich sehr schnell und es wurde enger und enger. Über 500 Personen kamen und praktisch jeder kannte jeden. Auch die Nachlieferung der Getränke war zum Glück durch’s Chile-Mättlers gesichert. So wurde gefestet und getanzt bis in die frühen Morgenstunden und alle gingen glücklich und müde nach Hause.